Batteriespeicher

Batteriespeicher – die ideale Ergänzung zu Ihrer Erzeugungsanlage

Ein Batteriespeicher ermöglicht es Ihnen, den erzeugten Strom Ihrer Photovoltaik‑ oder KWK‑Anlage flexibel zu nutzen. Statt überschüssige Energie sofort ins Netz einzuspeisen, können Sie sie zunächst speichern und zu einem späteren Zeitpunkt verbrauchen – zum Beispiel am Abend oder bei bewölktem Wetter. Dadurch steigern Sie Ihren Eigenverbrauch und machen sich unabhängiger vom Strombezug aus dem Netz. 

 

Für den Anschluss eines Batteriespeichers sind zusätzliche technische Vorgaben zu beachten. Ihr Installateur berücksichtigt diese in der Planung. Die für uns erforderlichen Unterlagen – wie das Datenblatt Speichersysteme und das technische Übersichtsschaltbild – werden wie gewohnt über das Netzanschlussportal eingereicht. 

 

Ein Batteriespeicher ist damit eine sinnvolle Erweiterung für alle, die ihre erzeugte Energie noch effizienter nutzen möchten. 

Bidirektionales Laden: E-Autos als Stromspeicher nutzen 

Ab 2026 wird es rechtlich und wirtschaftlich attraktiver, Elektroautos als Stromspeicher zu nutzen. Durch Gesetzesänderungen werden Fahrzeugbatterien stationären Speichern weitgehend gleichgestellt:  
Für Strom, der nur im Auto zwischengespeichert und wieder ins gleiche Netz zurückgespeist wird, entfallen künftig Netzentgelte und bestimmte Umlagen. Das senkt die Kosten für Haushalte und schafft die Basis für neue Geschäftsmodelle.  

 

EEG-Förderung:  
Die Förderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) bleibt auch dann erhalten, wenn Solarstrom zunächst im E-Auto gespeichert und später ins Haus oder Netz zurückfließt. Das macht die Kombination aus PV-Anlage + Speicher + E-Auto deutlich flexibler und verhindert, dass Förderansprüche automatisch verloren gehen.  

 

MiSpeL:  
Mit MiSpeL („Marktintegration von Speichern und Ladepunkten“) legt die Bundesnetzagentur fest, wie Strom aus Netz und PV-Anlage bei Speichern und Ladesäulen gemessen, abgegrenzt und abgerechnet wird. Das ist wichtig, damit klar ist, wann Abgaben und Entgelte anfallen – und wann nicht. Die finalen Regeln werden 2026 erwartet.  

 

Prosumer:  
Prosumer sind Haushalte oder Unternehmen, die Strom selbst erzeugen und verbrauchen (z.B. PV auf dem Dach) und ihn künftig zusätzlich speichern und flexibel einspeisen können. Für sie wird bidirektionales Laden besonders interessant: mehr Eigenverbrauch, weniger Netzbezug, zusätzliche Einnahmen sind möglich.  

 

Dynamische Stromtarife:  
Bei dynamischen Tarifen orientiert sich der Strompreis direkt an der Börse und ändert sich z.B. stündlich. In Kombination mit einem bidirektional ladenden E-Auto kann dann  

  • günstig geladen werden, wenn Strompreise niedrig sind, und  

  • teuer ersetzter Netzstrom vermieden oder Strom ins Netz gegeben werden, wenn die Preise hoch sind.  

 

So wird das Auto zum aktiven Baustein eines „virtuellen Kraftwerks“ und kann zur Netzentlastung beitragen.  

Hürden und Kosten für Haushalte 

Damit das E-Auto zur „Energiezentrale“ wird, braucht es ein intelligentes Energiemanagement (HEMS) im Gebäude. Dieses System steuert z.B.:  

  • wann die Batterie geladen wird,  

  • wann Strom ins Haus zurückfließt,  

  • wie viel PV-Strom verfügbar ist und  

  • wie viel Energie im Auto bleiben muss, damit die nächste Fahrt sicher möglich ist.  

 

Heute bremsen vor allem die Kosten und fehlende Geschäftsmodelle den schnellen Durchbruch:  

  • Bidirektionale Wallboxen kosten derzeit etwa das 3- bis 4 Fache einer Standard-Wallbox.  

  • Hinzu kommen Ausgaben für ein Energiemanagement-System (HEMS),  

  • ggf. Lastmanagement im Haus und  

  • zusätzliche oder freigeschaltete Fahrzeugtechnik.  

  • Die Investition (Wallbox + Installation + Steuerung) muss sich über   

  • eingesparte Stromkosten,  

  • höhere Eigenverbrauchsquoten und  

  • mögliche Vergütungen für Netzdienstleistungen amortisieren.  

 

Fazit: Die gesetzlichen Rahmenbedingungen und technischen Grundlagen sind ab 2026 deutlich besser. Damit sich bidirektionales Laden im Alltag durchsetzt, braucht es nun vor allem einfach nutzbare Energiemanagement-Lösungen, sinkende Hardwarepreise und praxistaugliche Geschäftsmodelle für Prosumer.  

Anschluss von Großspeichern

Anfragen zum Anschluss größerer Batteriespeicher werden ausschließlich über unser Netzanschlussportal eingereicht. Dort stellen Sie alle erforderlichen Unterlagen bereit, damit wir prüfen können, ob im jeweiligen Netzabschnitt ausreichend Kapazitäten für Ihr Speicherprojekt vorhanden sind. 

 

Da die Belastung einzelner Netzbereiche stark variieren kann, ist ein Anschluss nicht in jedem Fall sofort möglich. In einigen Fällen sind zunächst netzseitige Verstärkungs- oder Ausbaumaßnahmen notwendig, deren Dauer von externen Faktoren abhängt und daher nicht im Voraus verbindlich angegeben werden kann. 

 

Für die Bewertung spielt auch die geplante Betriebsweise Ihres Speichers eine Rolle. Speicher, die ihre volle Leistung jederzeit aus dem Netz beziehen oder in das Netz einspeisen sollen, benötigen mehr freie Netzkapazität als Speicher mit begrenzter oder flexibel geregelter Leistung. 

 

Wir arbeiten daran, künftig zusätzliche Optionen für flexible Betriebsweisen bereitzustellen. Sobald neue Möglichkeiten verfügbar sind, werden diese im Netzanschlussportal und auf unserer Webseite veröffentlicht.